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  • Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. In Dortmund lebt jedes dritte Kleinkind in Armut.
  • Bundesweit sind 16 Millionen Menschen von sozialer Ausgrenzung betroffen und gelten als arm. Arm ist nach Definition der EU, wer aus finanziellen Gründen laufende Rechnungen nicht zahlen, nicht mindestens jeden zweiten Tag eine vollwertiges Mahl einnehmen, keine notwendigen Anschaffungen tätigen und keinen Urlaub machen kann.

Quelle : Statistisches Bundesamt

  • In Dortmund gibt es offiziell derzeit 37 089 arbeitslose Menschen, von denen 6 624 bei der Agentur für Arbeit und  30 465 beim Jobcenter gemeldet sind. Das Jobcenter ist für über 80 000 Menschen, die in rund 42 700 „Bedarfsgemeinschaften“ leben, zuständig. Quelle: WAZ 15.11.12
  • Langzeitarbeitslose sollten ihren 63. Geburtstag besser nicht feiern: Seit 2008 sind „Hartz IV“ Empfänger verpflichtet, andere Sozialleistungen in Anspruch zunehmen, wenn dadurch der Bezug von Arbeitslosengeld 2 beseitigt, vermindert oder verkürzt wird. Sie können mit 63 Jahren „zwangsverrentet“ werden, mit der Folge: jeder Monat des früheren Renteneintritts mindert die Rente um 0,3 Prozent. Wer bis 65 Jahre hätte arbeiten müssen verliert so 7,2 Prozent, wer demnächst bis 67  hätte arbeiteten müssen, verliert 14,4 Prozent. Quelle: Süddeutsche online
  • Die Armutsgefährdung steigt weiter an und konzentriert sich in den Großstädten. In Dortmund lag die Armutsgefährdungsquote bei 24,2 Prozent, 2005 waren es noch 18,6 Prozent. Bei den Großstädten liegt Dortmund damit an 2. Stel -le hinter Leipzig mit 25 Prozent.
  • Der DGB Dortmund-Hellweg warnt vor einer Absenkung des Rentenniveaus. Insbesondere Frauen sowie Arbeiter ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind von Altersarmut bedroht. Die Folgen der geplanten Absenkung des Rentenniveaus auf 43 % (jetzt 51 %) des Nettolohns werden gravierend sein.

Quelle: DGB Dortmund Hellweg

  • Einen neuen Rekord gibt es bundesweit bei den Sanktionen gegen die Bezieher von „Hartz  IV“ Leistungen. Gleichzeitig stieg die Zahl von Notkrediten, die an Bedürftige ausgegeben werden mussten. Auch in Dortmund ist die Zahl der Sanktionen gestiegen. Im Jahr 2011 waren es 12 300 Sanktionen, allein 3 473 Menschen wurde der Regelsatz um mindestens 30 Prozent gekürzt. Der überwiegende Grund dafür waren Meldeversäumnisse. Die Verhängung von Sanktionen sagt nichts über ihre Rechtsmäßigkeit aus, viele Fälle müssen beim Sozialgericht entschieden werden. Quelle: Waz 3.11.12
  • Der typische deutsche Geschäftsführer ist 49 Jahre alt, männlich und fährt einen großen Firmenwagen. Sein Jahresgesamtgehalt lag 2011 im Durchschnitt bei 130 902 Euro. Die Gesamtvergütung der GmbH-Chefs ist 2011 um 10,5 % gestiegen. Quelle. Handelsblatt
  • Während über drei Viertel der ehemaligen Schlecker Beschäftigten auch nach acht Monaten nach der Insolvenz keine neue Arbeit gefunden haben und bei „Hartz IV“ gelandet sind oder demnächst dort landen werden, hat Anton Schlecker, dessen Firma zahlungsunfähig ist, dem Insolvenzverwalter ein Millionenangebot gemacht: Er möchte vom Insolvenzverwalter seine Villa in Ehingen zurückkaufen! Quelle: Süddeutsche online 30.08.12
  •  2011 gab es in Deutschland 826 000 Geld-Millionäre (mit mindestens eine Million Euro Finanzvermögen). Diese Millionäre machen genau ein Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Sie besitzen Vermögen in Höhe von 2 176 Milliarden Euro bzw. 2,18 Billionen Euro, das sind knapp 45 Prozent des deutschen Geldvermögens. Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Millionäre um 27 000.Quelle: isw – Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V
  •   Die Namen der 10 vermögensreichsten Deutschen mit der Höhe des Vermögens in Milliarden US-Dollar: Karl Albrecht (ALDI) – 25,4;  Berthold und Theo Albrecht jr. (ALDI) – 17,8; Michael Otto (OTTO) – 17,6; Susanne Klatten (BMW u.a.) – 13,0; Stefan Quandt (BMW) – 11,2: Johanna Quandt (BMW) – 10,0; Klaus Michael Kühne (Kühne+Nagel) – 09,8;  August von Finck (Merck, Allianz) – 0,78; Hasso Plattner (SAP) – 0,72;  Curt Engelhorn (Boehringer) – 0,66;                                                                                      Quelle: Forbes
erschienen im Info-Brief Dezember 2012