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Mangel an Fachkräften oder Zahlungsbereitschaft – Eine Analyse von Daten des DIHK

Von Eric Seil

In der aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion nehmen Klagen der Unternehmerverbände über den Fachkräftemangel breiten Raum ein. Die Warnungen vor Engpässen bei qualifiziertem Personal sind keineswegs neu. Schon am Ende der Finanzkrise, als die Massenarbeitslosigkeit eine Realität und der Fachkräftemangel eine Fata Morgana war, waren diese deutlich zu vernehmen.

Auch aktuell zeigt sich der Bundesagentur für Arbeit zufolge kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Belegt sind allerdings Engpässe in einzelnen technischen Berufsfeldern, in Bauberufen sowie in einigen Gesundheits- und Pflegeberufen (Bundesagentur für Arbeit 2017c). Angesichts des Umstandes, dass zudem die Erwerbsbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten deutlich zurückgehen wird (Brenke /Clemens 2017; Fuchs /  Söhnlein /  Weber 2017), haben die Unternehmerverbände ihre Kampagne nochmals intensiviert. Verbände und Unternehmen zeichnen ein mittlerweile dramatisches Bild vom Fachkräftemangel, obschon die Bundesagentur für Arbeit halbjährlich einen präzisen und detaillierten Bericht zu Engpässen am Arbeitsmarkt herausgibt (Bundesagentur für Arbeit 2017c). Daneben gibt es eine Reihe von Schätzungen (Bargel 2018) oder gar Prognosen (Korn Ferry 2018), die die wirtschaftlichen Kosten des Fachkräftemangel kalkulieren. Ergebnis sind dabei regelmäßig horrende Milliardenbeträge an vermeintlichen Verlusten, die lediglich zum Ausdruck bringen, dass einige Unternehmen und Branchen die Kapazitätsgrenze erreicht haben. Mangel an Fachkräften oder Zahlungsbereitschaft – Eine Analyse von Daten des DIHK weiterlesen